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Die Sommerferien stehen vor der Tür. Allerdings bedeutet diese Zeit nicht für alle immer die „pure“ Erholung. Viele Schüler nutzen diesen Zeitraum, um ihr Taschengeld etwas aufzubessern. Daher ist es wichtig zu wissen, dass in vielen Fällen Ferienjobs für Schüler sozialversicherungsfrei sind.

Während der Ferien können Schüler unbegrenzt Geld verdienen, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Voraussetzung ist, dass die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist.
Es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt 450,00 € im Monat übersteigt.

Wird die Beschäftigung in einem Kalenderjahr über diesen Zeitraum hinaus fortgesetzt und ein Arbeitsentgelt von bis zu 450,00 € im Monat bezahlt, sind die Vorschriften für die sogenannten Minijobs anzuwenden.

Beispiel:

Schüler Jérôme Boateng wird erstmals in den Sommerferien vom 25. Juli bis zum 5. September 2016 in einer Firma arbeiten und erhält dafür ein Entgelt von 800,00 €. Es entsteht keine Sozialversicherungspflicht, weil er dort nicht mehr als drei Monate bzw. 70 Tage arbeitet.

Ab dem 1. Oktober 2016 wird er für monatlich 450,00 € arbeiten (sogenannter Minijob). Ab diesem Tag hat der Arbeitgeber die pauschalen Beiträge sowie die Umlagen an die Knappschaft zu entrichten.

Hinweis:
wegen der übrigen Vorschriften (z. B. Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie) sollte eine Abstimmung mit dem Steuerberater erfolgen.